Klangvolle Besinnung und Hoffnung in der Essener Philharmonie
Die Weihnachtskonzerte des Polizeichores, die am 3. Advent 2025 zum 69. Mal in der Philharmonie stattfanden, sind kulturelle Höhepunkte in der Adventszeit in unserer Stadt Essen. Bereits mit den ersten Harmonien lag etwas Besonderes in der Luft: stimmungsvolle Klänge füllten den Konzertsaal, und die imposanten, harmonisch aufeinander abgestimmten Stimmen und Instrumente aller beteiligten Musiker schufen eine festliche, zugleich wohltuend ruhige Atmosphäre. Es war ein Abend, der nicht nur schön klang, sondern auch spürbar gut tat.
Gleich zu Beginn stand ein Gedanke im Raum, der durch den Abend begleitete: „Lass die Herrscher unserer Tage guten Willens sein!“ Diese Worte erinnerten daran, wie herausfordernd unsere Zeit sein kann. Umso mehr wurde deutlich, wie wichtig es ist, näher zusammenzurücken, respektvoll miteinander umzugehen und mit Empathie in Frieden miteinander umzugehen. Und dann übernahm die Musik mit einer feierlichen, versöhnlichen und warmer Umarmung. Mit jedem Stück wurde es leichter, den Alltag für einen Moment loszulassen. Die Klänge trugen das Publikum in eine friedliche, weihnachtliche und hoffnungsvolle Stimmung, die dazu einlud, still zu werden und zuzuhören.
Treffen der Ehrenmitglieder am 09.11.2025
Musikalisch getragen wurde der Abend vom Polizeichor Essen unter der Leitung von Georg Dücker. Für besondere Klangfarben sorgten außerdem der Essener Damenchor, sowie der Frauenchor Hochdahl 1942, ein traditionsreicher Chor aus der Region Mettmann. Das Orchesterfundament lieferten die Bergischen Symphoniker, ein vielseitiges Orchester, das ebenfalls seit vielen Jahren musikalischer Partner der Konzertgemeinschaft ist. Als Solisten bereicherten von der deutschen Oper am Rhein Anna Sophia Theil (Sopran), Verena Kronbichler (Mezzosopran) und der Tenor Holger Marks aus Berlin. An der Orgel setzte Prof. Jürgen Kursawa zugleich feinfühlige Akzente.
Für einen besonderen a-cappella-Moment stand „Berlin’s 4“ – ein Quartett, das Jazz und Pop ohne instrumentale Begleitung in klangvoller Leichtigkeit verbindet. Ungewöhnlich schön ergänzte das Ensemble Zweimalig mit Lisa Schöttl am Hackbrett und Christine Horter an der Harfe, die ihre beiden Instrumente zu einer eigenen, sehr harmonischen Klangwelt verbanden. Und mit der Gruppe Piray kam ein ebenfalls aus den Vorjahren bekanntes Ensemble hinzu, das unter Leitung von Pedro Prado mit lateinamerikanischer Prägung und typischer Instrumentierung wie Charango, Flöten und Percussion eine ganz eigene, lebendige Energie in den Saal brachte.
Am Konzertende blieb vor allem Dankbarkeit, für die Musik, für die gemeinsamen Minuten des musikalischen Genuss und für dieses Gefühl der Vorweihnachtszeit, das gerade mit dem abschließenden „O du fröhliche“ in der Philharmonie so greifbar war. Ein herzlicher Dank an alle Mitwirkenden und an alle Gäste, die diesen Abend mit ihrer Aufmerksamkeit und ihrem Applaus besonders intensiv bedachten.
(Fotos: © Uwe Klein)




